Backup-SSB

Autor: ipr

  • Soziale Talente 2019 – Die Würfel sind gefallen!

    Anna-Lena Schrader, 21 Jahre alt und beim TSV Germania Arpke aktiv, hat nicht nur die meisten der insgesamt fast 1.500 gültigen Online-Stimmen gesammelt, sondern auch die Jury überzeugt und sich somit den Platz als Soziales Talent der Sportjugend der SportRegion 2019 gesichert.

    Auf dem zweiten Platz gelandet, ist Leon Salomon (21 Jahre alt vom TSV Rethen). Den dritten Platz belegt Siavash Bohloli (20 Jahre alt vom TuS Wettbergen) und den vierten Platz teilen sich gleich zwei engagierte Verieinsmitglieder aus Lehrte: Max Wietig (15 Jahre alt vom SV 06 Lehrte) und Sahrah Czernek (20 Jahre alt vom Lehrter SV). Alle fünf wurden mit je einem Gutschein des Sportgeschäfts SPORT HAEUSER aus Mellendorf belohnt.

  • Ball des Sports 2020 – 3.500 Gäste feiern die Topathleten Niedersachsen

    Auf dem 16. Ball des Sports im Hannover Congress Centrum stand am 14. Februar tradtionell die Ehrung der Sportlerin, des Sportlers und der Mannschaft des Jahres im Mittelpunkt. Zum 6. Mal fiel die Wahl bei den Herren auf den Biathleten Arnd Peiffer. Bei den Damen setzte sich Schwimmerin Angelina Köhler klar durch. Großen Applaus ernteten die Rollkunstläuferinnen vom Dream Team Niedersachsen  als Titelträgerinnen der Mannschaft des Jahres.

    Als Topact des Abends zeigten die Tänzerinnen und Tänzer von Breaking Salsa eine spektakuläre Mischung der Tanzstile Breakdance und Salsa. Die CHRIS GENTEMAN GROUP verzauberte im Kuppelsaal mit ihren Klängen das tanzbegeistere Publikum auf dem Parkett. Weitere Highlights waren die Disco im Bonatz-Saal und die Band MUNIQUE im Leibniz-Saal.

  • Nachruf – Traurig nehmen wir Abschied von Erich Martin

    In der Nacht von Montag auf Dienstag ist der Ehrenpräsident des Stadtsportbundes Hannover, Erich Martin, nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 84 Jahren verstorben. Traurig nehmen wir Abschied von einem langjährigen Wegbegleiter des Sports, der als ehemaliger 1. Vorsitzender des Stadtsportbundes diesen maßgeblich mitgestaltete. Stadtsportbund-Präsidentin Rita Girschikofsky: „Wir verlieren einen bis zum Schluss engagierten Vertreter des Sports. Sein Wort hatte Gewicht, sein Rat war gefragt. Der Sport in Hannover trauert um eine große Persönlichkeit.“

    Als Sportler hatte sich Erich Martin vor allem dem Tennis verschrieben und wurde erstmals1962 für „seinen“ Verein Tennis- und Sportverein Schwarz-Weiß Hannover ehrenamtlich tätig, bevor er von 1973 bis 1984 dessen Vorsitz übernahm. Parallel trat er 1981 auch noch das Amt des 1. Vorsitzenden des Niedersächsischen Tennisverbandes an, das er bis 1993 inne hatte.

    Schon 1973 engagierte sich Erich Martin als zweiter Vorsitzender des Stadtsportbundes, bevor er 1988 den Vorsitz übernahm. Auch nach seinem Ausscheiden im Jahr 2000 nahm er regelmäßig als Ehrenpräsident an den Sitzungen des SSB-Präsidiums teil. In seine Amtszeit fielen u.a. die Übernahme der Übungsleiterabrechnungen und der Sporthallenverwaltung von der Stadt sowie die erste Sportlerdemonstration gegen die damaligen Mittelkürzungen der Stadt.

    Sein „liebstes Kind“ dürfte aber wohl die Ausrichtung des Ball des Sports gewesen sein, den er 1977 mit anderen Partnern erstmals organisierte und über viele Jahre maßgeblich prägte.

    Mit ausgesprochener Sachkompetenz war Erich Martin ein verbindlicher und stets lösungsorientierter Gesprächspartner für Rat und Verwaltung, auch wenn es mal konträre Meinungen gab. Sein Wort hatte Gewicht, sein Rat war auch nach dem Ausscheiden aus den Ämtern jederzeit gefragt. So war es selbstverständlich, dass er von 1981 bis 2001 als Bürgervertreter in den Sportausschuss der Stadt berufen wurde.

    Erich Martin wurde 2004 mit der Stadtplakette Hannover ausgezeichnet und 1996 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens. Weitere Ehrungen erhielt er vom Deutschen und Niedersächsischen Tennisbund sowie dem Landessportbund Niedersachsen.

  • Programm Kunststoffrasenplätze der Stadt – Gemeinsame Infoveranstaltung zu den Vergabekriterien

    Im Rahmen des städtischen Programms zur Errichtung von Kunststoffrasenplätzen geht es im Sommer 2020 in die zweite Bewerbungsrunde für Sportvereine.

    Aller Voraussicht nach wird im Juni das diesjährige Bewerbungsverfahren für zwei weitere Kunststoffrasenplätze der insgesamt zehn geplanten starten. Im Vorfeld stellten daher der Stadtsportbund und der Fachbereich Sport & Bäder auf einer Informationsveranstaltung am 29. Januar in der Akademie des Sports die zugrundliegenden Vergabekriterien in einer Infoveranstaltung ausführlich vor und erörterten mit den etwa 40 Teilnehmern aus hannoverschen Sportvereinen deren Fragen. Die gewonnenen Anregungen sollen noch einmal geprüft und gegebenenfalls in die Kriterien einfließen.

    Henning Helldobler vom Fachbereich Sport & Bäder berichtete über das geplante Bewerbungsverfahren 2020 für die Kunststoffrasenplätze drei und vier und die vom Rat festgelegten Kriterien sowie deren Gewichtungen. Die Bewerbungen sollen anhand einer transparenten Nutzwertanalyse mit einheitlicher Punktetabelle und Wertetabelle ausgewertet werden. Nach Beschluss der Ratsfraktionen ist folgender Zeitplan vorgesehen:

    • 2020: Bewerbungsphase
    • 2021: Planungsphase
    • 2022: Bauphase
    • 2023: Fertigstellung

    Helldobler wies darauf hin, dass es sich zunächst um eine vorbehaltliche Planung handele. Durch Ratsbeschluss seien Änderungen der Kriterien noch möglich. Außerdem könne das Projekt nur umgesetzt werden, wenn die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt würden. Die anwesenden Vereinsvertreter appellierten an die ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmenden sportpolitischen Sprecher, die während der Diskussion vorgebrachten Änderungsvorschläge noch einmal zu prüfen und die Kriterien dahingehend zu überarbeiten.

    Grundlage für die Entscheidung des Rates, Kunstrasenplätze auf den Sportanlagen zu errichten, war die Erkenntnis, dass insbesondere im Winterhalbjahr die Kapazitäten der Sportplätze auf vielen Anlagen nicht ausreichend sind. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren bis zu zehn Kunststoffrasenplätze im Stadtgebiet entstehen. Großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Rasenplätzen ist die nahezu wetterunabhängige, uneingeschränkte Bespielbarkeit. Bereits in 2019 erhielten in der ersten Runde der VfL Eintracht und der Hannoversche Sportverein einen Zuschlag. Die Baukosten werden im Rahmen des Programms komplett von der Stadt getragen. Die Vereine müssen die Instandhaltungskosten in Höhe von etwa 12 000 € pro Jahr aufbringen und 5.000 € jährlich in einen Rückstellungstopf für Sanierungsmaßnahmen zahlen.

    Weitere Informationen zum Kunststoffrasenprogramm und die auf der Veranstaltung gezeigte Präsentation stehen auf den Internetseiten der Stadt zum Download bereit.

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  • Stadt ehrt Jugendmeister 2019 im Alten Rathaus

    Am 27. Januar 2020 hat die Landeshauptstadt Hannover zusammen mit der Hannoverschen Sportjugend über 100 junge Sportler geehrt.

    Bei der Veranstaltung im Alten Rathaus wurden Sportler sowie deren Trainer ausgezeichnet, die im Jahr 2019 die folgenden Titel oder Platzierungen errungen haben:

    • Gewinn einer Deutschen Meisterschaft (1. Platz)
    • Medaillengewinn bei Europa- oder Weltmeisterschaften (1. bis 3. Platz)

    Mit der Beteiligung von Athleten des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen und des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes wurde auch der Inklusionsgedanke gelebt – so waren der Blau-Weiß Buchholz e.V. und der Gehörlosen-Sportverein Hannover von 1908 e.V. an diesem Abend mit Jugendmeistern im Behindertensport vertreten.

    „Die Jugend ist die Zukunft des Sports! Sowohl für den Breiten- als auch für den Spitzensport gilt: Der Grundstein für jeglichen sportlichen Erfolg wird in den Sportvereinen, durch eine gelungene Jugendarbeit, gelegt“, so Oberbürgermeister Belit Onay.

    Ergänzend an die geehrten Sportler sagte er: „Der Weg zu sportlichen Höchstleistungen ist eine Herausforderung, in sportlicher und persönlicher Hinsicht. Der eigenen sportlichen Leidenschaft nachgehen und trotzdem den schulischen oder beruflichen Anforderungen gerecht werden. Verantwortung übernehmen und sich für ein Ziel einsetzen. Mit möglichen Rückschlägen umgehen und daraus gestärkt hervorgehen. Ohne Disziplin, Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit, Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen wäre dies nicht möglich. Diese Eigenschaften werden Ihnen sicherlich auch für das Leben außerhalb des Sports sehr nützlich sein.“

    Die Sportler waren in den Disziplinen Taekwondo, Rudern, Rollkunstlauf, Schwimmen, Kanurennsport, Para Leichtathletik, Rennrollstuhl, Rudern, Country Western Tanzsport, Aerobic Dance, Aerobicturnen und Cheerleadern erfolgreich.

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    Foto: Joachim Puppel

  • „Sport im Park – Ganz Hannover ist ein Sportraum für alle“ – Bis zum 14. März für die Saison 2020 anmelden!

    Die Landeshauptstadt Hannover führt in der Zeit vom 10. Mai bis 23. August 2020 zum 4. Mal das saisonale Sport- und Bewegungsangebot „Sport im Park – Ganz Hannover ist ein Sportraum für alle“ durch.

    • Was ist Sport im Park?

    „Sport im Park“ ist ein Sport- und Aktionsprogramm, bei dem Angebote auf öffentlichen Flächen durchgeführt werden.

    • Wer kann Angebote bei „Sport im Park“ machen?

    Sportvereine, Einrichtungen der sozialen, integrativen und inklusiven Arbeit, Migrantenselbstorganisationen, Kultureinrichtungen und weitere Einrichtungen/Institutionen nach Absprache.

    • Was kann angeboten werden?

    Von klassischen Sportarten bis zu Trendsportarten oder Mehrgenerationen-Angeboten ist vieles möglich.

    • Was ist bei Interesse zu tun?

    Wenn Sie sich mit Ihrem Sportverein oder Ihrer Einrichtung an „Sport im Park“ beteiligen möchten, dann kontaktieren Sie den Fachbereich Sport der Stadt. Bitte beachten Sie, dass nur Angebote, die bis zum 14. März .2020 eingegangen sind, berücksichtigt werden können.

    KONTAKT

    Landeshauptstadt Hannover

    Fachbereich Sport & Bäder

    Telefon: 0511 168-3 65 56

    sportundinklusion@hannover-stadt.de

  • Bewegungs-Pass für Kids 2020 – Aktion gegen „Eltern-Taxis“ startet wieder

    Sogenannte „Eltern-Taxis“ stellen Schulen wie auch Kindergärten weiterhin vor große Probleme: Sie verursachen nicht nur ein Verkehrschaos. Kinder werden auch hinsichtlich ihrer Entwicklung zur Selbstständigkeit und einem rücksichtsvollen Verhalten im Straßenverkehr gehemmt.

    Im Jahr 2020 wird es daher die Aktion „Bewegungs-Pass für Kids“ der SportRegion Hannover bereits zum fünften Mal geben. Ziel dabei ist es, Kinder zu animieren, ihren Weg zur Schule, zum Kindergarten oder zur KiTa zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Roller zurückzulegen, anstatt vom „Eltern-Taxi“ bis vor die Schultür gefahren zu werden.

    Um Kindern die Teilnahme an dieser Aktion zu ermöglichen, müssen sich eine Schule/ein Kindergarten und ein Sportverein zusammenfinden. Bis zum 28. Februar sind die Vereine aufgerufen, eine gemeinsame Anmeldung an die SportRegion zu senden.

    Die Finanzierung der Aktion ist gesichert durch die Stiftung Hannoversche Volksbank und die Region Hannover.

    Dazu Marko Volck von der Stiftung Hannoversche Volksbank: „Wir sind von der Aktion begeistert, da sie zum einen die Verkehrssituation durch weniger ‚Eltern-Taxis‘ entschärft, zum anderen aber auch zur Bewegung an der frischen Luft animiert. Gleichzeitig üben die Kinder frühzeitig richtiges Verhalten im Straßenverkehr.“ Mit der SportRegion Hannover, der Polizei Hannover sowie der Verkehrswacht sind entscheidende Partner dabei.

    Sportvereine in Hannover haben zudem die Möglichkeit, Unterstützung des JugendSportNetzwerkes zur Durchführung einer Bewegungsaktion auf dem Schulhof zu erhalten, um auf den Bewegungs-Pass und den Sportverein aufmerksam zu machen.

    KONTAKT

    für die Schulhofaktionen

    JugendSportNetzwerk des Stadtsportbundes

    Anke Janke

    Telefon: 0511 1268-5304

    jsn@ssb-hannover.de

    Anmeldung und Infos zum Bewegungs-Pass gibt es hier.

  • Ehrung von 109 hannoverschen Sport-Assen – Traditionelle Auszeichnung erstmals durch OB Onay

    Am Abend des 13. Januar 2020 wurden hannoversche Sportler*innen geehrt, die 2019 eine Deutsche Meisterschaft oder Medaillen bei Europa- oder Weltmeisterschaften oder den Special Olympics errungen haben.

    Erstmals fand die traditionelle Ehrung nicht im Neuen Rathaus, sondern im Festsaal des Alten Rathauses statt. Unter 109 Personen, die aus 20 verschiedenen Vereinen stammen, waren auch 23 Trainer. Durchgeführt wurde die Ehrung von Oberbürgermeister Belit Onay, der im Rahmen der Veranstaltung seine Verbindung zum Sport und die Vielfältigkeit der Sportstadt Hannover hervorhob:

    „Hannover ist und bleibt eine Sportstadt, ich halte diesen Begriff nicht für abgedroschen. Im Gegenteil, er belebt sich immer wieder neu. Aber wir müssen auch alle gemeinsam dafür sorgen, dass er lebendig und aktuell bleibt!“

    Mit der Beteiligung von zahlreichen Athleten des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen und des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes wurde auch der Inklusionsgedanke großgeschrieben – die Hannoverschen Werkstätten gGmbH, der Gehörlosen-Sportverein, Hannover Athletics und der Polizei-Sportverein Hannover e.V. waren mit Meister im Behindertensport vertreten.

    23 Disziplinen waren vertreten!

    Die Sportler waren in den Disziplinen Bouldern, Segeln, Taekwondo, Rudern, Rollkunstlauf, Fallschirmspringen, Dart, Minigolf, Schwimmen, Leichtathletik, Para-Leichtathletik, Drachenboot, Kanurennsport, G-Judo, Kanupolo, Rollstuhltanzsport, Turnen, Aerobicturnen, Cheerleadern, Kraftdreikampf, Modernem Fünfkampf, Para Badminton und Turn-Gruppen-Meisterschaft erfolgreich.

     

    Das Foto zeigt die geehrten Sportler und Oberbürgermeister Belit Onay mit Rita Girschikofsky. © Joachim Puppel

  • Stadtsportbund gibt Übungsleiter-Bezuschussung an die Stadt zurück

    In der Sportausschusssitzung am 13. Januar 2020 hat die Präsidentin des SSB angekündigt, die Bezuschussung der Übungsleiter an die Stadt Hannover zurückzugeben.

    Viele werden es vielleicht schon der HAZ vom Dienstag entnommen haben. Die Mehrheitsfraktionen im Rat haben einen Änderungsantrag zu der vorgesehenen Neufassung der städtischen Übungsleiter-Richtlinie eingebracht. Der Stadtsportbund ist nicht in der Lage, dies umzusetzen und sieht die Gefahr, möglicherweise selbst in Regress genommen zu werden. Trotz Bitte des SSB, diesen Änderungsantrag zurückzunehmen, haben die Mehrheitsfraktionen ihn jedoch beschlossen.

    Wie berichtet, hat der LSB Niedersachsen seine Richtlinie zur Bezuschussung nebenamtlicher Übungsleiter (ÜL) erheblich vereinfacht. Zukünftig entfällt das umständliche und zeitaufwendige Ausfüllen der Verwendungsnachweise. Seit dem Frühjahr 2019 ist der SSB mit dem Fachbereich Sport der Stadt im Gespräch diese Verwaltungsvereinfachung auch auf die städtischen Gelder zu übertragen. Die Politik wurde erstmals vor den Sommerferien informiert. Mit der Verwaltung waren wir uns einig; ein entsprechender Antrag im Sportausschuss im September kam jedoch nicht zur Abstimmung, weil die Parteien noch Beratungsbedarf hatten.

    Obwohl den Parteien die geänderte Richtlinie ausführlich erläutert und angeboten wurde für weitere Gespräche zur Verfügung zu stehen, legten die Mehrheitsfraktionen im Rat in der Dezembersitzung des Sportausschusses eine Tischvorlage mit einem Änderungsantrag vor. Die im Antrag genannten Ergänzungen kann der SSB als abrechnende Stelle nicht umsetzen. Sollte die Verwaltungsarbeit doch eigentlich reduziert werden, wurden auf einmal von der Politik wieder neue bürokratische Hürden aufgebaut.

    Obwohl der SSB bereits in den Beratungen die Absicht zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses für Übungsleitende als nutzlos und teuer für die Vereine bezeichnet hatte, hielten die Mehrheitsfraktionen daran fest. Als zuständige Institution der ÜL-Abrechnungen wäre es Aufgabe des SSB gewesen, die Einhaltung dieser Fördervoraussetzung zu gewährleisten. Das ist aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich, ohne Gefahr zu laufen, ggf. in Regress genommen zu werden.

    Zum anderen besteht die Gefahr, dass die Förderung auch für andere Qualifikationen erfolgen kann, ohne dass der Stadtsportbund Einfluss darauf hätte. Da die Gelder nicht mehr werden, bestünde die Gefahr, dass Vereine nicht mehr im bestehenden Umfang für ihre qualifizierten ÜL gefördert werden. Dies ist nicht im Interesse des organisierten Sports und der Vereine.

    Weitere Gründe lassen sich benennen, warum der Stadtsportbund die Abrechnung an die Stadt zurückgibt. Dass es nach rund 30 Jahren zu diesem Schritt kommen musste, bedauern wir sehr. Wurde uns doch auch von der Politik immer wieder die gute Arbeit für die Vereine bestätigt. Dieses Vertrauen in den SSB ist anscheinend nicht mehr vorhanden. Anders lässt sich nicht erklären, warum aus der Politik zwar die Rückgabe an die Stadt bedauert, aber dann mehr Gleichberechtigung zwischen den Vereinen eingefordert wird. Welche Gleichberechtigung gemeint ist, erschließt sich uns nicht. Dies entspricht auch nicht der Realität.

    Die Beschlussfassung im Sportausschuss muss noch durch den Verwaltungsrat und den Rat der Stadt abschließend verabschiedet werden. Ob sich dort noch Möglichkeiten zur Änderung ergeben, können wir aktuell nicht beurteilen. Insbesondere den Vereinen ist dies zu wünschen.

  • 15.01.2020 Sportpreis der Region 2019 – TSV Germania 1911 Arpke erhält den ersten Preis

    Soziales Engagement zählt – Alpenverein auf Platz zwei, TSV Neustadt auf drei

    Sportabzeichen? An den Grundschulen in Immensen und Arpke (Stadt Lehrte) stand das jahrelang nicht auf dem Stundenplan. Dank einer Kooperation mit dem TSV Germania 1911 Arpke e.V. hat sich das nun geändert: Jugendliche aus dem Verein organisieren an den beiden Grundschulen jeweils einen Sportabzeichentag im Jahr. Rund 100 Kinder in Arpke und rund 80 Kinder in Immensen messen sich nicht nur im Sportunterricht, sondern können auch ganz offiziell das Sportabzeichen erwerben – mit Teenagern aus dem TSV Germania Arpke als Betreuerinnen und Betreuern.

    Ein tolles Kooperationsprojekt nach Ansicht der Jury für den Sportpreis der Region Hannover. Die Fachleute aus SportRegion, Politik, Verwaltung und Medien entschieden sich, dem TSV Arpke in diesem Jahr den ersten Preis zu verleihen. Der Sportpreis wird nicht für sportliche Leistungen, sondern für soziales Engagement im Sportverein vergeben – mittlerweile zum fünften Mal. 5000 € gehen nun an den 928 Mitglieder zählenden Arpker Klub. Die Siegerehrung fand am Donnerstag, 19. Dezember, im Rahmen des Spiels von Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf gegen HC Erlangen statt. Sechs der 19 Vereine, sie sich beworben hatten, waren nominiert und eingeladen worden: die DAV Sektion Hannover, FC Lehrte, RC Blau-Gelb Langenhagen, Tennisclub Grün-Gelb Burgdorf e.V., TSV Germania Arpke e.V. und TSV Neustadt v. 1862 e.V. Am Ende rückten neben den Arpkern auch der Deutschen Alpenverein (DAV) – Sektion Hannover und der TSV Neustadt aufs Siegertreppchen. Insgesamt wurde ein Preisgeld von 10.000 € vergeben.

    Das Engagement des TSV Arpke hatte die Jury auch überzeugt, weil sich das Engagement durch den Alltag durchzieht.  Die zwölf bis 15 Jahre alten Sportassistentinnen und -assistenten sind regelmäßig zu Gast in der Grundschule Arpke, im Rahmen der TSV AG. Die Abkürzung steht für „Turnen & Spaß – Vereint – Arpker Grundschule“. Dabei handelt es sich um ein Nachmittagsangebot des Vereins an der Grundschule. „Als kleiner Dorfverein ohne hauptberufliche Übungsleiterinnen und Übungsleiter ist es sehr schwer, ein verlässliches Angebot zu ermöglichen, da unsere Übungsleiter alle berufstätig sind“, erläutert Vereinschef Sebastian Kobbe. Die Jugendlichen werden von ihren eigenen Schulen für die Aufgabe in der AG befreit. „Die Grundschüler sehen schon früh, dass es cool ist, sich als Jugendlicher zu engagieren und sie verbinden früh positive Sporterlebnisse mit dem Sportverein“, meint Kobbe.

    „Wenn von Sport die Rede ist, geht es oft nur um Leistung, dabei sind der Spaß und das Miteinander eigentlich viel wichtiger“, meint Regionspräsident Hauke Jagau. „Die Region Hannover zeichnet deshalb Vereine aus, die besonders Räume schaffen für Freundschaften, Integration und gemeinsames Erleben. Sportverein haben in unserer Gesellschaft eine wichtige soziale Funktion.“

    Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung, der die Preise am Donnerstagabend verlieh, ist zufrieden mit der Wahl der Jury: „Das Projekt des TSV Germania Arpke kann ein gutes Vorbild für andere Grundschulen und Vereine sein. Von der Kooperation profitieren alle Seiten.“ 

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